WAKABULARY
Deine Vokabel Sammlung rund ums Cable Wakeboarding - sämtliche Fachbegriffe und Abkürzungen auf einen Blick.
Im Folgenden findest du eine Erklärung sämtlicher Wakeboard-Begriffe, die außerhalb des Wakeboardens (oder verwandter Sportarten) nicht geläufig sind – damit du als Einsteiger in den Sport schneller mitreden kannst und verstehst, wovon die anderen am See reden!
Wakabulary - Disclaimer
Manche Begriffe werden in der Wakeboard World leider widersprüchlich verwendet, oft bedingt durch den unterschiedlichen Sprachgebrauch in verwandten Sportarten (Snowboard, Kitesurfen, Skateboard) – ein gutes Beispiel sind hier die Grabs. Es ist teilweise sehr schwer eine verlässliche Quelle zu finden. Wir haben uns daher Mühe gegeben, im Zweifel verschiedene oder mehrdeutige Bezeichnungen in allen Varianten aufzuführen.
Ihr seid euch sicher, dass wir trotzdem einen Fehler im Wakabulary haben? Immer her damit! Wir freuen uns über jedes Feedback, egal ob Korrektur oder Ergänzung: Schreib uns einfach eine Mail an info@wakeboard.progress.com und wir machen das Wakabulary gemeinsam ein Stück besser!
Fahren & Fahrtrichtung
Heelside Edge / Heelside Approach (HS)
Die Heelside ist die Hacken-Kante des Boards. Der Begriff wird zum einen verwendet, um die Anfahrt zu einem Trick zu beschreiben: Bei einer Heelside-Anfahrt legt man das Gewicht auf die Heelside Edge um vom Umlaufseil nach außen zu fahren, effektiv bedeutet das man fährt entweder mit dem linken Fuß vorne nach links oder mit dem rechten Fuß vorne nach rechts; zum anderen wird der Begriff verwendet um Grabs (siehe unten) zu spezifizieren, sprich an welcher Stelle des Boards (hier: an der Heelside) ein Grab erfolgen soll. Die (abgekürzt) Heel Edge kann auch als Back Edge, ein Heelside Approach aber nicht als Backside Approach bezeichnet werden, da der Begriff Backside für eine bestimmte Rotationsrichtung steht (siehe Rotationen).
Toeside Edge / Toeside Approach (TS)
Die Toeside ist die Zehen-Kante des Boards. Der Begriff wird zum einen verwendet, um die Anfahrt zu einem Trick zu beschreiben: Bei einer Toeside-Anfahrt legt man das Gewicht auf die Toeside Edge um vom Umlaufseil nach außen zu fahren, effektiv bedeutet das man fährt entweder mit dem linken Fuß vorne nach rechts oder mit dem rechten Fuß vorne nach links; zum anderen wird der Begriff verwendet um Grabs (siehe unten) zu spezifizieren, sprich an welcher Stelle des Boards (hier: an der Toeside) ein Grab erfolgen soll. Die (abgekürzt) Toe Edge kann auch als Front Edge, ein Toeside Approach aber nicht als Frontside Approach bezeichnet werden, da der Begriff Frontside für eine bestimmte Rotationsrichtung steht (siehe Rotationen).
Tail & Nose Edge
Die Nose ist das Ende des Boards, das in Fahrtrichtung nach vorne zeigt – das Tail zeigt in Fahrtrichtung nach hinten. Im Zusammenhang mit Slides über Obstacles wird das Tail alternativ auch als Lip bezeichnet (zum Beispiel bei einem Back Lip Slide o.ä., siehe Trick Categories).
Regular / Goofie
Jeder Fahrer hat eine präferierte Richtung in die er auf dem Board steht, dabei wird der vordere Fuß als der „starke“ Fuß bezeichnet. Fährt man lieber links vorne dann fährt man Regular, fährt man lieber rechts vorne dann fährt man Goofie. Hierbei geht es nur um die grundsätzliche persönliche Präferenz und nicht darum, wie ein Trick dann tatsächlich ausgeführt wird.
Switched (SW) / Fakie
Wird ein Trick / eine Anfahrt / eine Landung „auf der schwachen Seite“ ausgeführt (also für Regular Fahrer mit dem rechten Fuß vorne, für Goofy Fahrer mit dem linken Fuß vorne) dann wird der Trick / die Anfahrt / die Landung als Switched oder gleichbedeutend als Fakie (im Cable Wakeboarding etwas weniger geläufig) beschrieben. Viele Sportler verpassen es, während ihrer Trick Progression auch die schwache Seite und damit die Switched Varianten der Tricks zu trainieren. Das konsequente Training der schwachen Seite ist aber für den Lernfortschritt extrem vorteilhaft, da (1) die Position bestimmter Obstacles manchmal eine Switched Anfahrt erfordern, (2) Spins oftmals entweder eine Switched Anfahrt oder eine Switched Landung bedeuten und (3) die allgemeine Board Kontrolle extrem erhöht wird, wenn man keine echte „schwache Seite“ hat.
Blind / Wrapped
Als Blind oder Wrapped bezeichnet man es, wenn die Hantel mit der hinteren Hand und zusätzlich hinter dem Rücken gehalten wird. Blickt man dabei zum Kabel heißt es (Funny) Wrapped, blickt man vom Kabel weg heißt es Blind. Um den Zug der Leine beim Fahren auf unterschiedliche Muskeln zu verteilen, kann man die Hantel auch vor der Brust hinter die hintere Hüfte ziehen und dort mit der hinteren Hand halten – da uns keine Bezeichnung bekannt ist nennen wir das Front Wrapped – diese Art die Hantel zu halten wird auch bei einem bestimmten Surface Trick ausgenutzt, dem Fly By.
Edging / Ankanten
Am Anfang wird man von der Anlage genau mittig unter dem Umlaufseil gezogen. Um Kurven etwas weiter außen zu fahren, Obstacles zu erreichen, die nie mittig unter dem Umlaufseil stehen oder sich einfach eine eigene Fahrlinie auf der Anlage zu suchen, belastet man eine der beiden Längstkanten des Boards (Heelside oder Toeside), um dadurch das Umlaufseil in diese Richtung zu verlassen – dies nennt man Edging oder im deutschen Ankanten. Dabei wird eine zusätzliche Geschwindigkeit aufgebaut, die für fortgeschrittenen Tricks Voraussetzung ist.
Release / Releasing the Edge / Auslösen
Hierbei handelt es sich um eine Fortgeschrittenen Technik, die Air Tricks einleitet. Zunächst kantet man bei der Anfahrt an, um Geschwindigkeit nach außen aufzubauen. Zum Release / Auslösen wird die Kante für einen kurzen Moment noch weiter gegen die Fahrtrichtung gedreht, wodurch der Druck der Seilbahn zu stark wird und den Fahrer katapultartig nach oben schleudert. Details und genaue Varianten zu dieser Technik werden bei den ersten Air Tricks wie dem Raley oder der Back Roll erläutert.
Trick Kategorien
Dock Starts
Um aufs Wasser zu kommen kannst du dich von der Start Bank oder der Start Matte aufs Wasser ziehen lassen… oder du baust hier schon verschiedene Tricks ein. Alles was am Start passiert fassen wir unter Dock Starts zusammen, vom einfachen Jumpstart bis hin zu anspruchsvollen Raley Start oder Flip Start Varianten! Details zu den einzelnen Tricks findest du über das Wakebook.
Surface Tricks
Es braucht keine Obstacles, um am Kabel Tricks zu zeigen. Zu den Surface Tricks zählen insbesondere die Ollies (inklusive der Varianten, wo der Leinenzug zur Hilfe genommen wird, der Sprung aber dennoch durch eine Ollie Bewegung ausgelöst wird, also Loaded Ollies und Fly Bys). Neben Sprüngen kannst du verschiedene Slides probieren, also mit gedrehtem Board unter dem Kabel übers Wasser gleiten – oder du zeigst Sprays, bei denen du durch Belastung einer einzelnen Kante des Boards, gegebenenfalls kombiniert mit zusätzlichem Speed, dich durch das Wasser gräbst – benutzt du dabei die Tail Edge, handelt es sich um ein Surface Tail Press oder auch Surface Wheely, alles was über Nose Edge oder Tail Edge funktioniert wird als Butter bezeichnet
Air Tricks
Die Air Tricks kommen zwar auch ohne jegliches Obstacles aus – das Auslösen der Flugphase ist hier aber eine gänzlich andere Technik: Du baust durch scharfes Ankanten einen möglichst hohen Leinenzug auf, verkantest das Board mit der magischen Swoop-Bewegung komplett gegen die Fahrtrichtung und lässt dich so von der Leine aus dem Wasser herauskatapultieren – wenn du alles richtig gemacht hast nach oben und nicht nur nach vorne… Alle so ausgelösten Tricks bezeichnen wir als Air Tricks – bei den meisten dieser Tricks wirst du dein Board über dem Kopf haben, was es dann technisch gesehen auch zu einem (Air) Invert macht. Der bekannteste Trick ist der Raley, bei dem du nach dem Auslösen einfach wie Superman mit dem Board hinter dir über dem Kopf durch die Luft fliegst. Baust du in einen Air Trick sowohl einen Überschlag mit dem Board über den Füßen als auch eine Rotation um deine Körperachse ein, spricht man grundsätzlich von (Air) Mobes, bei denen die verschiedensten Ausführungen dann schon sehr spezielle Namen haben – klick dich einfach durchs Wakebook durch!
Neben dem verkanten und dem Auslösen des Leinenzugs zur Einleitung der Flugphase bieten Whip Tricks eine weitere Art, aus dem Wasser heraus zu springen. Hierbei wird der Leinenzug zwar verstärkend eingesetzt, das Auslösen ähnelt aber eher einem Ollie und wird durch das schnelle Wippen von der einen Kante auf die andere Kante erreicht. Beim Auslösen durch Wippen von Heel Edge auf Toe Edge bezeichnet man den Trick als Bel Air, umgekehrt (und weniger bekannt) wird beim Wippen von Heel Edge auf Toe Edge daraus ein Ben Air. Die Wippbewegung erzeugt automatisch eine Backroll oder Frontroll Rotation, diese sind fester Bestandteil des jeweiligen Tricks. Whip Tricks führen wir ebenfalls unter Air Tricks (man könnte sie aber genauso gut unter Surface Tricks fassen).
Kicker Tricks
Ohne Obstacles ist zwar viel möglich – den Kicker als Sprungschanze möchte man beim Wakeboarden aber auch nicht weglassen. Alles was über den Kicker gesprungen werden kann fassen wir unter Kicker Tricks zusammen – die gleichen Sprünge könnten aber auch an anderen Obstacles gezeigt werden, wenn diese ein Element beinhalten, das wie ein Kicker benutzt werden kann – und man von dort aus im Wasser landen kann. Oft kannst du so von unscheinbaren Safeties oder auch kleinen Bumps (siehe Obstacles) unverhofft spektakuläre Tricks springen – dieser Überraschungseffekt trägt zu deinem Style bei!
Wie bei den Air Tricks kannst du hier auch verschiedene Sprünge mit dem Board über dem Kopf durchführen, diese sind technisch als Kicker Invert zu bezeichnen (der Begriff Invert wird fälschlicherweise oft exklusiv für Air Inverts verwendet). Alle Sprünge mit Rotation um die Körper-Achse haben wir unter Kicker Spins gesammelt, springst du ohne Rotation über den Kicker ist das ein Straight Air, erhöht wird der Style durch gleichzeitiges Greifen einer Boardkante, einem Grab. Die Kombination aus einem Invert und einem Spin von mindesten 360° nennt man auch hier (Kicker) Mobe. Einen Raley kann man zwar über den Kicker üben, da hier aber das gesamte Auslösen nicht benötigt wird, ist es technisch doch etwas sehr anderes und hat nur eine ähnliche Körperposition bei der Flugphase. Die lässt sich bei den sogenannten Glides noch interessanter gestalten, indem man in den Raley einen Backside Shifty mit zusätzlichem Grab einbaut – hierfür braucht man dann schon einiges an Körperbeherrschung!
Rail Tricks
Neben den Kickern gibt es noch viele andere Obstacles in deinem Wakepark – alles was man darüber anstellen kann sammeln wir unter Rail Tricks. Natürlich ist nicht jedes Obstacle ein Rail, aber die Tricks auf die verschiedenen Obstacle zu beziehen würde keinen Sinn machen, wir beschreiben daher einfach unabhängig vom konkreten Obstacle die Bewegung, die den Trick definiert – und du kannst sie nach und nach auf alle Obstacles bringen. Die einzige Unterscheidung, die wir bei den Rail Tricks machen, ist zwischen Tricks auf der Box und Tricks auf Rails zu unterscheiden, wobei dies eben auch Pipes, Slider oder tatsächliche „Hand-Rails“ sein können. Tricks über die Box stellen durch die breite Auflagefläche sehr gute Einstiegsmöglichkeiten ein und sind daher bei einer Level-Anordnung eine sinnvolle Unterscheidung.
Innerhalb der Rail Tricks gibt es zunächst die Slides, bei denen du die Box / das Rails mit gegebenenfalls gedrehtem Board, aber ohne Rotation überquerst – hier nehmen wir auch die (Rail) Presses & Wheelies dazu, bei denen das Gewicht auf bestimmte Teile des Boards verlagert wird. Wechselst du während des Slides die Position des Boards spricht man von einem Switch (Set-)Up. Natürlich gibt es auch auf den Obstacles mit Spins diverse Rotationen um die Körperachse. Vor allem beim Weg auf die Obstacles und beim Verlassen der Obstacles kann man herumspielen – alle Möglichkeiten hierzu haben wir unter Ons & Outs gesammelt; hier haben wir auch die Transfers einsortiert, bei denen du von einem Element des Obstacles (in vielen Fällen der Safety) auf ein anderes Element (in vielen Fällen ein Rail) springst.
Bei den Slides wird es in der Bezeichnung erstmalig kontraintuitiv – wenn man nicht vom Skateboard kommt. Die Bezeichnungen Front und Back beziehen sich nicht auf die Ausrichtung des Körpers zur Fahrtrichtung, sondern darauf, ob sich das Obstacle bei der Anfahrt vor oder hinter dir befindet. Fährst du also z.B. von der Kabelmitte auf der Heelside nach außen zum Obstacle, wird die Bezeichnung mit dem Wort „Back“ gebildet – die genaue Bezeichnung ergibt sich je nachdem ob du nun die Nose „über“ das Rail drehst (Back Board) oder das Tail (Back Lip). Umgekehrt könntest du von der Kabelmitte auf der Toeside nach außen zum Obstacle fahren – drehst du hier wieder die Nose über das Rail wird es ein Front Board, andernfalls ist es ein Front Lip. Das für die genaue Bezeichnung nicht die Begriffe Nose und Tail verwendet werden zeigt den Ursprung im Skateboarden. Um es Nicht-Wakeboardern leichter zu gestalten gruppieren wir nach Forward Slides (Back Board und Front Lip) und Backward Slides (Back Lip und Front Board).
Anders als beim Skateboarden unterscheidet man allerdings eher selten, welchen Teil des Boards man auf dem Rail hat (durch die fehlenden Achsen ist das weniger relevant als beim Skateboarden), Begriffe wie Nose Blunt, bei denen das Gewicht komplett vor dem vorderen Fuß liegen müsste, sind daher wenig geläufig und wir unterscheiden in unserer Trick-Sammlung (außer bei den Rail Presses) nicht danach. Trotzdem erreichst du auch bei Wakeboarden wesentlich stylischere Tricks, wenn du bei den Slides das Gewicht auf einen Fuß verlagerst, das andere Bein durchstreckst (das vordere Bein zu einem Frontbone oder das hintere Bein zu einem Backbone) und evtl. dabei noch die Edge greifst, die über das Rail hinaussteht.
Rotationen
Spins
Die Bezeichnungen von Rotationen sind elementarer Bestandteil der Bezeichnung der verschiedenen Tricks – aber alles andere als trivial. Dass Drehungen um die Körperachse als Spins bezeichnet werden ist noch einleuchtend. Falls die Körperachse dabei nicht senkrecht zum Wasser ist (d.h. das Board nicht unter dem Körper bleibt), werden diese als off axis bezeichnet.
Die Unterscheidung der Richtung in die man dreht ist entscheiden – und abhängig davon, welcher Fuß vorne ist. Bei einer Frontside Drehung (FS) bleibt der Blick bei den ersten 180° der Rotation nach vorne gerichtet, bei einer Backside Drehung (BS) Drehung wird der Blick bei den ersten 180° der Rotation nach hinten gerichtet. Anders ausgedrückt: Linker Fuß vorne und Drehung nach links = FS, linker Fuß vorne und Drehung nach rechts = BS (und das gleiche mit rechts). Die Anzahl der Drehungen ist dabei nicht entscheiden, die ersten 180° geben die Bezeichnung vor. Die Rotationsanzahl wird gerne abgekürzt, eine Frontside Drehung um 540° ist also schnell ausgesprochen ein „FS 5“.
Da du von einem Kabel gezogen wirst, stellt sich bei jeglichen BS Rotationen und FS Rotationen von mehr als 180° die Frage, was mit der Hantel passiert. Die erste Möglichkeit ist, diese hinter dem Rücken zu übergeben (Handlepass). Insbesondere bei Kicker & Air Tricks gibt es zusätzlich die Möglichkeit, diese in beiden Händen ausgestreckt über dem Kopf zu halten (overhead, „ole„). Die Hantel in die Luft zu werfen und nach der Rotation wieder (mit der gleichen Hand) sieht man seltener, es hat aber einen eigenen Namen: „Osmosis„. Eine (abschließende) BS 180° Drehung kann man auch „to blind“ landen, in dem man die Hantel in der ursprünglich vorderen Hand behält, aber auf den Rücken dreht. Weniger geläufig ist beim Cable-Wakeboarding die Unterscheidung, ob man dabei vom Kabel wegschaut (dann handelt es sich um eine „echte“ blind Landung) oder zum Kabel hinschaut, was dann stattdessen als „funny wrapped“ bezeichnet werden kann. Fährt man einen Trick mit der Hantel auf dem Rücken an nennt sich das unabhängig von der Blickrichtung „wrapped“ Anfahrt und kann einem ebenfalls den Handlepass während eines BS Spins ersparen.
Weitere Besonderheiten bei Spins sind Shifties, bei denen das Board nur aus der Hüfte heraus um die Körperachse rotiert, aber vor der Landung wieder zurück rotiert wird. Wird die Rotation aus dem gesamten Körper erzeugt und anschließend eine Rotation in die andere Richtung durchgeführt bezeichnet man das als Rewind. Anders als bei Shifties sind bei Rewinds deutlich höhere Rotationszahlen möglich.
Auf den Rails lassen sich mehrere Rotationen aneinander reihen – beispielsweise durch eine Rotation beim Sprung auf ein Rail und einer weiteren Rotation beim Verlassen des Rails. Insbesondere nach 90° oder 270° Drehungen kann die Bezeichnung der Rotationsrichtung der zweiten Drehung verwirrend sein – sie richtet sich dann aber einfach nach der initialen Rotations-Richtung, z.B. führt aus einem Back Board Slide (der mit einem FS90 eingeleitet wird, siehe auch Trick Categories) eine FS90 Drehung zu einer Fortsetzung der Rotation und einer Switched Landung, während ein Zurückdrehen des Boards als BS90 bezeichnet wird. Das Fortsetzen der initialen Rotation wird (aus dem Snowboarding stammend) von manchen Leuten auch als „Bagel“ oder sogar als „Danish“ bezeichnet, ein der initialen Rotation gegenläufiger Spin wird wesentlich geläufiger und ursprünglich namensgebend als „Pretzel“ bezeichnet.
Rolls
Neben Rotationen um die eigenen Körperachse sind natürlich auch andere Rotationen möglich. Die Bezeichnung beim Wakeboarden ist etwas anders als beispielsweise beim Turnen – eine Rotation entlang der (horizontalen) Achse in Fahrtrichtung bezeichnet man bei Sprüngen über den Kicker als „Roll„, für eine klare Rotationsachse sollte die Hantel also auf jeden Fall nur mit einer Hand gehalten werden. Eine Roll „nach hinten“, die also Toes over Heel eingeleitet wird, nennt sich grundsätzlich Back Roll, wobei das abweichend bei einer Heelside Anfahrt, bei der die Roll nach außen gesprungen wird, als Tantrum bezeichnet wird. Eine Roll „nach vorne“, die also Heel over Toes eingeleitet wird, nennt sich grundsätzlich Front Roll; auch hier hat die Heelside Anfahrt, die diesmal also zu einer zum Kabel hingesprungenen Roll führt, die Sonderbezeichnung Mexican Roll. Der Einfachheit halber unterscheiden wir in unserer Trick Sammlung in diesem Sinne zwischen Backrolling (Kicker) Inverts und Frontrolling (Kicker) Inverts (siehe auch Trick Categories).
Bei den Air Tricks spricht man ebenfalls von Back Rolls und Front Rolls. Hier ist die Rotation aber etwas anders: Die Rotation wird bei einer (Air) Back Roll nach außen über die äußere Schulter eingeleitet (und folgt so der Swoop-Bewegung beim Release eines Air Tricks), bei einer (Air) Front Roll rotierst du entgegengesetzt der Swoop Bewegung über deine innere Schulter. In beiden Fällen bleiben beide Hände an der Hantel, das Board ist idealerweise zwar über Kopfhöhe, rotiert aber eher um die Leine und um deinen Körper herum. Eine Air Back Roll ist technisch daher eher als eine off axis frontside 360° ole Drehung zu bezeichnen, die durch verkanten des Boards nach außen gegen die Fahrtrichtung eingeleitet wird…
Flips
Mit Front Flips bezeichnet man im Wakeboarden „Tail over Nose“ Rotationen, im üblichen Sprachgebrauch also eher eine Bewegung wie ein Radschlag. Dabei wird (wie auch beim Nollie Start) die Flexibilität des Boards genutzt, um durch Belasten der Nose eine solche Rotation einzuleiten. Ein Front Flip kann – ohne diese Art des Einleitens der Rotation – auch als Air Trick gesprungen werden. Back Flips sind durch den permanenten Leinenzug nicht möglich.
Grabs
Defining Grabs
Bei einem Grab greifst du während des Sprungs mit einer Hand die Kante deines Boards. Das sieht nicht nur stylisch aus, sondern erfordert auch eine gewisse Körperkontrolle! Damit der Grab „zählt“, musst du die Kante klar greifen – halte den Grab so lange wie möglich, damit es extra stylisch aussieht.
Ein Grab wird formell durch folgende Aspekte beschrieben:
- mit welcher Hand du greifst: Backhand oder Fronthand entsprechend des vorderen oder hinteren Fußes bei der Anfahrt
- welche Kante des Boards du greifst: Nose Edge, Tail Edge, Heel Edge oder Toe Edge
- an welcher Stelle der Kante du das Board greifst (nur bei Heel Edge oder Toe Edge Grabs): Zwischen Nose und Höhe der Bindung =
Front, zwischen den Bindungen / auf Höhe der Bindungen = Mid, zwischen Höhe der Bindungen und Tail = Back - Bei Grabs im Bereich der Bindung: Ob die Hand zwischen den Beinen (between legs) oder um die Beine herum (arround legs) geführt wird
- Ob eines oder beide der Beine durchgestreckt werden soll: Frontbone, wenn das vordere Bein durchgestreckt wird, Backbone beim hinteren Bein
- Ob das Board zusätzlich rotiert werden soll: Frontside Shifty oder Backside Shifty
List of Grabs
Zur Bezeichnung der verschiedenen Grabs gibt es unterschiedliche Meinungen, insbesondere hinsichtlich der spezifischen Ausführung. Dies liegt vor allem daran, dass die Grabs aus unterschiedlichen Sportarten adaptiert sind (insbesondere Snowboard & Skateboard), je nach Ursprung gibt es hier unterschiedliche Bezeichnungen.
„Indy“ = Grab Backhand Mid Toe-Edge
„Tindy“ = Grab Backhand Back Toe-Edge
„Tailfish“ = Grab Backhand Back Heel-Edge
„Method“ = Grab Fronthand Front Heel-Edge
„Mute“ = Grab Fronthand Mid Toe-Edge
„Indy Stiffy“ = Grab Backhand Mid Toe-Edge Back+Frontbone
„Tail“ = Grab Backhand Tail Nosebone
„Stalefish“ = Grab Backhand Mid Heel-Edge arround-legs
„Nose“ = Grab Fronthand Nose
„Melon“ = Grab Fronthand Mid Heel-Edge Frontbone
„Slob“ = Grab Fronthand Mid Toe-Edge Backbone
„Crail“ = Grab Backhand Nose / Front Toe-Edge
„Roastbeef“ = Grab Backhand Mid Heel-Edge between-legs
„Stelmasky“ = Grab Fronthand Mid Heel-Edge between-legs
„Seatbelt“ = Grab Fronthand Tail
„Sad Air“ = Grab Fronthand Back Toe-Edge Nosebone
„Rocket Air“ = Grab Fronthand+Backhand Nose
„Nuclear“ = Grab Backhand Front Heel-Edge
Obstacles
Category of Obstacles
Bei den Obstacles unterscheiden wir im Wakebook hinsichtlich der aufgeführten Tricks zwischen
- Kickern (alleinstehende Rampen)
- Boxes (gleichbedeutend mit Tables, Obstacle mit einer breiten und flachen Auflagefläche) und
- Rails, die als Sammelbegriff für sämtliche Slider, (Hand-) Rails und Pipes stehen, also alle Obstacle mit einer schmalen Auflagefläche.
Insbesondere bei den Rails beziehen wir uns innerhalb der Trick-Beschreibung also eigentlich nur auf einen Teil der Obstacles, da viele Obstacles aus Rails und weiteren Elementen zusammengesetzt sind – dies in die Unterscheidung der Tricks eingehen zu lassen wäre aber nicht zielführend.
Elements of Obstacles
Ein Obstacle besteht potentiell aus mehreren Elementen:
- Die Safety ist die Auffahrt aus dem Wasser auf das Obstacle – sie kann auch als Sprungschanze für Transfers oder als Kicker benutzt werden
- Ein Lander ist ein Bereich auf dem Obstacle, der bei größeren Sprüngen von der Safety oder einem integrierten Kicker für die Landung genutzt werden kann, Lander sind in Fahrtrichtung oder seitlich zur Wasseroberfläche abfallend und können entweder flach oder gekrümmt sein
- Als Transfer bezeichnet man (neben dem Trick) die Bereiche des Obstacles, von denen man auf einen anderen Bereich (i.d.R. ein Rail) springen kann – neben der Safety können das auch andere, auf dem Obstacle befindliche Flächen sein
- Ein Gap bezeichnet die Stelle, an denen ein Table oder ein Rail / Slider unterbrochen wird und einen Sprung auf das nächste Element erfordert
Obstacle Types & Names
Zunächst gibt es Bestimmte einfache Formen oder grundsätzliche Typen von Obstacles:
- Als Bumper bezeichnet man sehr niedrige & kurze Obstacles mit relativ steilen Auffahrten von allen Seiten. Bumper können gute Obstacle sein, um sie mit einem Ollie komplett zu überspringen – gleichzeitig können sie als Kicker benutzt werden, da die steilen Auffahrten beim richtigen Timing extrem viel Pop geben.
- Ein Up- oder Down- Slider (oder Rail, Table etc.) bezeichnet ein Slider (o.ä.), der nach oben bzw. unten geführt ist
- Eine Step Up oder Step Down Slider (oder Rail, Table etc.) bezeichnet einen Slider (o.ä.), der eine Stufe nach oben oder unten aufweist, davor und danach aber ohne Steigung / Neigung ist (also parallel zur Wasseroberfläche) – die Kante bietet sich gut für Switch Setups an
- Ein Roof Top setzt sich aus einem Up-Slider und einem Down-Slider zusammen (oftmals relativ breit) – die Kante in der Mitte bietet eine gute Möglichkeit für Switch-Setups, das Ansetzen eines Wheelies auf dem Down-Slider oder das komplette Überspringen des Down-Sliders
- Das A-Frame setzt sich zusammen aus einem Up-Slider, einem ebenen Slider und einem Down-Slider und formt so den Buchstaben A. Analog zum Roof Top bieten sich hier an den Übergängen gute Möglichkeiten für bestimmte Rail Tricks, zusätzlich aber auch für einen Transfer vom Up Slider auf den Down Slider (Überspringen des Mittelteils).
- Eine Pyramid ist ähnlich einem A-Frame, hat aber in der Regel breitere Elemente, außerdem sind die Auf- und Abfahrt anders als beim A-Frame gekrümmt
- Ein Transition Elemente ist ein lang gezogener, eher flacher Kicker mit starker Krümmung – das Element wird oft als Anfahrt / Übergang auf ein andere Element genutzt und ermöglicht einfache Transfers
- Der Rainbow ist eigentlich eine sehr lange und hohe Box, die direkt aus dem Wasser und am Ende ins Wasser geführt wird, also durch die Krümmung Safety und Lander in den eigentlichen Table integriert. Die lange Slide-Phase eignet sich gut für mehrfache Rotationen & Rewinds, durch die besondere Höhe sehen sämtliche Presses & Wheelies auf dem Rainbow besonders stylisch aus.
- Banana Rails zeichnen sich durch zwei parallel laufende Rails aus – namensgebend ist hierbei die Möglichkeit, einen Banana Slide auszuführen, also gleichzeitig mit der Nose auf dem einen und dem Tail auf dem anderen Rail zu Sliden. Zusätzlich können durch die oft relativ nah nebeneinander laufenden Rails auch einfach erste Rail to Rail Sprünge geübt werden
- Eine Wall ist eine komplett vertikale Wand – und bietet die Möglichkeit, aus dem Wasser oder von einer Safety in einen Wall Ride zu springen
Die Kombination der einfachen Formen & Elemente ergibt eine nahezu unendliche Anzahl an möglichen Features – einige davon haben dann wiederum Spezial-Namen. Wenn du dich hier noch genauer einarbeiten möchtest, schau am besten hier auf der Seite von Unit nach!